CareCore.ONE präsentiert: ONE.academy · PG 18

Rollstühle & Mobilität — Ratgeber & Übersicht

30 Ratgeberseiten zur Rollstuhlversorgung im Sanitätshaus — von der Produktauswahl über die Sitzmaße bis zu Abrechnung und Wiedereinsatz. Die Produktgruppe 18 heißt im Hilfsmittelverzeichnis „Kranken-/Behindertenfahrzeuge“.

Bereich: PG 18 Rollstühle & Mobilität Lesezeit: 3 min Stand: August 2026
Kurzantwort

Die Produktgruppe 18 umfasst manuelle und elektrische Rollstühle, Elektromobile, Reha-Buggys und Zusatzantriebe. Anders als Bandagen oder Einlagen werden Rollstühle in der Regel nicht verkauft, sondern leihweise überlassen — sie bleiben Eigentum der Krankenkasse und gehen nach der Versorgung zurück in den Wiedereinsatz. Das prägt Beratung, Abrechnung und Nachversorgung von Anfang an. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 % des Abgabepreises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro.

Quelle: CareCore.ONE Redaktion — basierend auf GKV-Hilfsmittelverzeichnis PG 18
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Rollstuhlversorgung im Sanitätshaus

Die Produktgruppe 18 gliedert sich nach dem Einsatzbereich: Anwendungsort 46 für den Innenraum, 50 für Innen- und Außenbereich, 51 für den Außenbereich, 65 für Treppenfahrzeuge und 99 für Sonderbauarten und Zusatzantriebe.

Die Auswahl entscheidet sich seltener am Produkt als an drei Fragen: Bewegt der Nutzer den Rollstuhl selbst oder wird er geschoben? Wie viele Stunden täglich wird darin gesessen? Und passt das Gerät durch die Türen der Wohnung? Die dritte Frage wird am häufigsten zu spät gestellt.

Ein Punkt, der in keiner anderen Produktgruppe ein Pendant hat: der Wiedereinsatz. Weil Rollstühle Kasseneigentum sind und zirkulieren, verlangen die meisten Verträge die Prüfung des Lagerbestands vor jeder Neuversorgung. Die undokumentierte Lagerabfrage ist der teuerste Einzelfehler in dieser Produktgruppe.

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Was Sie in diesem Ratgeber finden

8 Produktart-Guides

Je eine Übersichtsseite pro Bauart — mit Typen, HMV-Nummern, Sitzmaßen, Indikationen und Abrechnungswerten.

14 Indikations-Matches

Welcher Rollstuhl passt zu welcher Diagnose — von Schlaganfall und Querschnittlähmung über MS und ALS bis Herzinsuffizienz und COPD.

8 Praxisleitfäden

Abrechnung, Rezeptprüfung, HMV-Nummern, Zuzahlung, Sitzmaßbestimmung, Wiedereinsatz, Genehmigung und Straßenverkehrsrecht.

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Rollstühle nach Bauart

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Praxiswissen für den Fachhandel

Neben den Produktart-Guides und Indikations-Matches liegt in dieser Produktgruppe der wirtschaftliche Schwerpunkt auf zwei Themen, die es sonst nirgends gibt: Wiedereinsatz und Sitzmaßbestimmung. Wer die Maße am Nutzer erhebt statt nach Konfektionsgröße zu schätzen, verhindert die häufigste Ursache für Rückläufer — und wer den Lagerbestand dokumentiert prüft, verhindert die häufigste Ursache für abgelehnte Rechnungen.

— CareCore.ONE Redaktion

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Häufige Fragen

Gehört der Rollstuhl dem Patienten oder der Krankenkasse?

In der Regel der Krankenkasse. Rollstühle werden leihweise überlassen und gehen nach der Versorgung zurück in den Wiedereinsatz. Das ist der wichtigste Unterschied zu Produktgruppen wie Bandagen oder Einlagen, die in das Eigentum des Versicherten übergehen. Ein Leihrollstuhl darf deshalb nicht verkauft, verschenkt oder eigenmächtig umgebaut werden.

Braucht man für einen Elektrorollstuhl einen Führerschein?

Nein. Elektrorollstühle und Elektromobile bis 6 km/h gelten verkehrsrechtlich als Fußgänger und sind fahrerlaubnis- sowie kennzeichenfrei. Ab mehr als 6 km/h wird ein Versicherungskennzeichen fällig. Unabhängig davon ist eine private Haftpflicht mit Einschluss von Krankenfahrstühlen dringend zu empfehlen — Standardverträge schließen sie nicht automatisch ein.

Wie unterscheidet sich ein Elektromobil von einem Elektrorollstuhl?

Das Elektromobil ist ein Scooter mit Lenkstange und setzt voraus, dass der Nutzer frei sitzen, selbstständig aufsteigen und lenken kann. Es erweitert den Aktionsradius bei Belastungsintoleranz — etwa bei Herzinsuffizienz oder COPD. Der Elektrorollstuhl ersetzt die Gehfähigkeit und ist für Dauersitzer ausgelegt. Wer ein Elektromobil als Rollstuhlersatz beantragt, erhält in der Regel eine Ablehnung.

Kommt die Druckentlastung vom Rollstuhl?

Nein. Der Rollstuhl liefert die Position, die Druckverteilung kommt vom Sitzkissen aus PG 11 — es wird getrennt ärztlich verordnet und abgerechnet. Bei mehr als zwei Stunden Sitzzeit täglich oder erkennbarem Dekubitusrisiko gehören beide zusammen. Die Sitzkantelung im Rollstuhl unterstützt die Entlastung, ersetzt das Kissen aber nicht.